Eingewöhnung

Schnupperstunde

Im Rahmen des Informationselternabends werden Termine für einen einstündigen Krippenbesuch bekannt gegeben.

Die Termine finden in den ersten Augustwochen statt. Bei dieser Gelegenheit können die Eltern und ihre Kinder die Einrichtung, das Personal und die pädagogische Arbeit kennen lernen.

Eingewöhnung

Die Eingewöhnung in die Krippe ist für die Kinder oft die erste Erfahrung, sich von dem elterlichen Umfeld zu lösen und selbstständig Neues zu entdecken. Diese Trennungserfahrung beeinflusst das Gefühlsleben der Kinder stark.

Von Geburt an haben Eltern und Kinder eine feste Bindung aufgebaut. Die Bindung dient beim Erkunden der Umwelt als „sichere Basis“. Vor allem in den ersten Lebensjahren können Kinder noch nicht alleine ihr inneres Gleichgewicht aufrechterhalten und benötigen dabei die Unterstützung ihrer Eltern.

Mit der schrittweisen behutsamen Eingewöhnung haben die Kinder die Möglichkeit, mit dem elterlichen Rückhalt uns als Bezugspersonen anzunehmen und den Raum kennen zulernen.

Es ist unerlässlich, dass eine Bezugsperson des Kindes beim Eingewöhnen in die Krippe als „sichere Basis“ anwesend ist und ihm den Einstieg in das neue Umfeld erleichtert. Die Eingewöhnung wird sich als erfolgreich herausstellen, wenn das Kind eine pädagogische Fachkraft als neue „sichere Basis“ in Vertretung der Eltern akzeptieren kann. Nach Möglichkeit sollten sich die Eltern mindestens eine Woche (bei Bedarf länger) Zeit nehmen, um ihr Kind zu begleiten und unterstützen zu können.

Zudem füllen die Eltern einen Eingewöhnungsbogen aus, damit das Fachpersonal die Gewohnheiten und Rituale des Kindes besser kennen lernt.

Bindung

Für eine soziale, gesunde und gute psychische Entwicklung des Menschen ist eine Bindung existenziell.
Eine Bindung kann, Forschungsergebnissen zu folge, sich zu mehreren Menschen, die einem Säugling nahe stehen, entwickeln. Säuglinge und Kleinkinder sind in der Lage unterschiedliche  Formen von Bindungen zu Familenmitgliedern, als auch zu anderen Personen außerhalb der Familie, z.B. zum Erzieher, auf zu bauen.
In den ersten Lebensmonaten beginnt die primäre Bindung und endet ca. am Ende des 2. Lebensjahres. Sie ist wichtig damit die Kinder ihre Entwicklungsaufgaben bewältigen können.

Der englische Kinderpsychiater John Bolwby entwickelte in den 70er Jahren eine Bindungstheorie in drei Schritten:

  1. In einer Vorphase sind die Kinder offen für verschiedene Personen

  2. Ab ca. 3 Monaten lernt ein Kind über die Interaktion, seine Aufmerksamkeit einer bzw. mehreren bestimmten Personen zuzuwenden.

  3. Die eigentlich Bindung beginnt im Alter von ca. 8 Monaten. Im Zusammenhang mit der motorischen und kognitiven Entwicklung vermissen die Kinder ihre Bezugsperson bei ihrer Abwesenheit.

Eine sichere Bindung bietet den Kindern Schutz und Hilfe und ist Voraussetzung für eine gelingende Entwicklung.